| (1) |
Ich habe nicht den Eindruck, dass sich
die Jugendrichter
da
in ihrer Einschätzung irren", sagt er.
(Mannheimer Morgen, 27.04.2006)
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| (2) |
[indirekte Charakterisierung]
Sollte (sich)
der Bericht
in diesem Punkt irren?
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| (3) |
Das Gefühl, dass sich
ein solches Amt wie die
Bundesanstalt für Arbeit nicht irrt, sich überhaupt nicht irren kann, wird immer
stärker. (nach Zeit, 12.04.1985, S. 33)
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| (4) |
Der Geist kann irren. (Staiger, S. 213)
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• K sub : NP im Nom/ProP im Nom/GWS
• K adv : Zusammenhang
• bei +Dat/ in +Dat:
| (5) |
Später fordert das Finanzamt einen weiteren Betrag, weil es sich
bei dem Steuerbescheid geirrt hat. (nach
Ullrich, S. 113)
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| (6) |
Irre ich (mich)
in der Annahme, dass wir uns schon einmal
irgendwo begegnet sind?
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• SK adv mit obl. Korrelat darin:
• dass-S:
| (7) |
Endlich haben (sich) die Meteorologen einmal nicht
darin geirrt,
dass sich über Mitteleuropa ein
stabiles Hochdruckgebiet aufbauen würde.
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Werden-Passiv: nur unpersönlich
werden:| (8) |
Solange es Menschen gibt, wird geirrt.
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• Gelegentlich wird mit dem K sub auf künstliche Intelligenz [Computer o.Ä.] Bezug genommen:
| (9) |
Manchmal irrt offenbar
auch ein Computer. (Zeit, 19.04.1985, S. 80)
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• In generischen Sätzen werden das Reflexivpronomen und das K adv häufig nicht realisiert.
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Menschen irren, denn Irren ist menschlich.
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• In Passivsätzen wird das Reflexivpronomen immer weggelassen:
| (11) |
Solange es Menschen gibt, wird geirrt.
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