| (1) |
Silvia, darf
ich
dir
Herrn Konrad vorstellen?
(Bolten, S. 14)
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| (2) |
Frau Prokopetz führte
mich in das Speisezimmer. Dort stellte
sie
mich
ihrem Gatten vor
und bat mich dann, Platz zu nehmen. (nach Hempel, Wolfgang: Verlorene
Jahre - verlorenes Glück. - Föritz, 2005, S. 46)
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| (3) |
Der Abteilungsleiter ging mit der Praktikantin von Zimmer zu Zimmer und
stellte
sie
den Projektgruppen
vor.
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| (4) |
Zu Beginn der Sendung stellte
der
Moderator
die Gesprächsteilnehmer
vor.
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Nach der Begrüßungsrede und einer kurzen Bilanz der Parteiarbeit war dann ich an der
Reihe.
Der Fraktionsvorsitzende stellte
mich vor. (Fischer, Hella: Teufels-Spiele. -
Föritz, 2005, S. 232)
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| (6) |
Der
Fahrer stellte
sich vor und erklärte uns alle
Annehmlichkeiten des Busses. (Ripperger, Irene: Rückblicke. - Föritz,
2005, S. 391)
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• K sub : NP im Nom/ProP im Nom/GWS
• K akk : NP im Akk/ProP im Akk [häufig sich]/GWS
• K dat : NP im Dat/ProP im Dat/GWS
Werden-, Sein-Passiv
werden:| (7) |
1750 wird Collini dem am preußischen Hof lebenden Voltaire vorgestellt, ist zwei Jahre
später einer von dessen Sekretären, was nicht viel mehr bedeutet als Kopisten-Dienste und
tagtägliche Vorlese-Fron, für nicht mehr als freie Kost und Logis. (Die
Rheinpfalz, 09.01.2010, S. 25)
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| (8) |
Herr Müller ist mir bereits vorgestellt.
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Bekommen-Passiv
| (9) |
An diesem Abend bekam/kriegte ich eine Menge Leute
vorgestellt.
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• Wird mit dem K akk auf mehrere Personen, die jemand miteinander bekannt macht, Bezug genommen, wird das K dat mit dem reziproken Pronomen einander belegt oder durch gegenseitig ersetzt:
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Der Gastgeber stellt die Gäste
einander vor.
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| (11) |
Zu
Beginn der Sendung stellte der Moderator die Diskussionsteilnehmer
gegenseitig
vor.
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• Das K dat wird häufig nicht realisiert, wenn jemand einer nicht spezifizierten Öffentlichkeit bekannt gemacht wird:
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Es wird erwartet,
dass die Partei in Kürze ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorstellt.
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• Gelegentlich wird eine als-Gruppe mit NP im Akk hinzugefügt, mit der auf den Namen oder die Funktion desjenigen Bezug genommen wird, dessen Name jemandem genannt wird:
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Er war der jamaikanische Typ eines Farbigen mit langen
Rastalocken und stellte sich
als Martin vor. (Wühle,
Matthias ; Faber, Sixtus P.: London. Kein Fall für Wachsfiguren. - Föritz, 2005, S. 273)
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| (14) |
Er erschien in Begleitung einer jungen Frau, die er
als
seine Verlobte vorstellte.
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• Gelegentlich wird mit vorstellen auf ein reziprokes Verhältnis Bezug genommen. Das K sub wird dann mit einer NP im Plural, einer Kollektivbezeichnung oder mehreren NPs, das K akk mit einem reziproken Pronomen [ sich [A]/ einander] belegt und das K dat nicht realisiert. Zur Verdeutlichung des reziproken Verhältnisses kann gegenseitig hinzugefügt werden:
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Die beiden Moderatoren stellten
sich gegenseitig/einander vor.
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• vorstellen wird auch in dem Ausdruck jemanden namentlich/mit (seinem/ihren) Namen vorstellen i.S.v. ‘beim Vorstellen den Namen von der vorgestellten Person nennen’ verwendet:
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Namentlich/mit ihrem Namen hat er sie nicht vorgestellt, er sagte nur:
„Das ist meine neue Kollegin.“
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