Der Indikativ ist ein Modus, mit dem prototypisch gekennzeichnet wird, dass eine Aussage unmittelbar mit außersprachlichen Gegebenheiten abgeglichen werden kann. Der Indikativ wird bei der Konjugation nicht durch einen spezifischen Wortbaustein gekennzeichnet.
Der Indikativ ist die unmarkierte Form, d. h. der Normalmodus. Er wird verwendet, wenn kein besonderer Anlass besteht, einen anderen Modus zu gebrauchen. Die außersprachliche Gegebenheit, mit der die Gesamtbedeutung eines Satzes im Indikativ abgeglichen wird, muss nicht die Wirklichkeit sein. Es kann sich ebenso um fiktional Konstruiertes oder um rein Erdachtes handeln. Sprecher können z. B. mit Kommentaradverbien den Geltungsanspruch einer Äußerung im Indikativ einschränken (z. B. wahrscheinlich in 2).
Der Modus Indikativ ist kompatibel mit allen Tempora, Numeri, Personen und Genera Verbi, in denen ein Verb auftreten kann. Der Indikativ wird im Gegensatz zum Konjunktiv nicht durch Flexionsmerkmale (Flexion) gekennzeichnet.
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‚Wirklichkeitsform‘
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