Lesarten zu Wortbildungsprodukten

Wörter sind auf vielerlei Weise produzierbar und Wortbildungsprodukte sind auf vielerlei Weise interpretabel. Allerdings sind einige Produktions- bzw. Interpretationsarten besonders präsent und lassen sich zu semantischen Mustern zusammenfassen. Offenbar gibt es grundsätzliche, vermutlich sogar universale Denkkategorien und Bezeichnungsbedürfnisse, die sich auch in den Wortbildungsprodukten des Deutschen widerspiegeln, etwa das anthropozentrische Bedürfnis Personenbezeichnungen wie Eindringling, Lehrer und Koch zu bilden (vgl. Wortbildungsprodukte, die Personen bezeichnen).

Im Folgenden werden einige Beispiele für besonders präsente Lesarten gegeben. Sie können gleichzeitig als produktive Möglichkeiten genutzt werden.

Bei der Darstellung wird - anders als in anderen Wortbildungslehren - semantisch nicht zwischen Komposition und Derivation unterschieden. Aus semantischen Gründen eine Grenze zu ziehen, ist nämlich nicht zu rechtfertigen: Häufig haben Komposita und Derivate analoge semantische Strukturen; vgl. Komposition versus Derivation. Unterschieden wird jedoch zwischen den Wortarten, die ja eine unterschiedliche grammatische Funktion, häufig auch eine unterschiedliche kategorielle Bedeutung haben.

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Autor(en)
Elke Donalies
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