Reduplikation

Die Reduplikation (zu lat. reduplicare 'verdoppeln, wiederholen'), auch Iteration genannt (zu lat. iteratio 'Wiederholung'), ist eine kaum produktive Wortbildungsart, bei der durch Doppelung eines Wortes ein Kompositum gebildet wird.

Überwiegend wird dabei der Vokal variiert, relativ regelmäßig i zu a oder a zu i.

Mischmasch aus mischen
Wirrwarr aus wirr
Tingeltangel aus tingeln
Hickhack aus hacken
Krimskrams aus Kram

Mitunter wird auch der konsonantische Anlaut variiert.

Schickimicki aus schick

Reduplikate gehören meist einem legeren Sprachstil an.

Abgrenzung zu ähnlichen Phänomenen

Nicht zur Reduplikation gehören Onomatopoetika wie Kuckuck, Tamtam, Wauwau, die nicht aus Wörtern gebildet, sondern lautmalerisch urgeschöpft werden. Sie sind besonders im Umgang mit Kindern gebräuchlich. Wortschöpfung durch urschöpfende Onomatopoiie, das heißt Klangmalerei, Schallnachahmung, ist im Deutschen neben Wortbildung, Entlehnung und Bedeutungsveränderung eine der Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung. Vgl. Wortbildung und andere Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung.

Ebenfalls nicht als Reduplikate, sondern als Determinativkomposita werden hier die sogenannten Selbstkomposita verstanden, die vorrangig der Hervorhebung dienen, etwa Film-Film, graugraue Hemden.

Zusätzliche Literatur in Auswahl

Die Universität Graz bietet eine umfangreiche Bibliografie an zur Reduplikation in den Sprachen der Welt: http://reduplication.uni-graz.at/.

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Autor(en)
Elke Donalies
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