Stellung der Komplemente im Mittelfeld

Unter Komplementen werden hier Verbkomplemente verstanden (s. auch Primäre Komponenten des Satzes: Komplemente).

Die Abfolge der Komplemente im Mittelfeld wird durch mehrere Prinzipien geregelt, wonach die Komplemente nach ihrem syntaktisch-semantischen Status, ihrer morphologischen Realisierungsform und ihrer semantischen Rolle in verschiedene Stellungsklassen eingeteilt werden können. Diese übergeordneten Prinzipien müssen berücksichtigt werden, um die Stellungsklassen kasusbestimmter Komplemente nach ihrer syntaktischen Funktion (als Subjekt, Akkusativ-, Dativ- oder Genitivkomplement) zu bestimmen und in einer Gesamtabfolge der Komplemente darstellen zu können.

Für die Stellung der Komplemente im rechten Stellungsfeld spielt vor allem die thematisch-rhematische Gewichtung der Elemente die entscheidende Rolle, ferner stilistische und nicht selten sogar rhythmisch-euphonische Faktoren. Wichtig ist auch die Besetzung des linken Stellungsfeldes, zumal sich die sog. Grundfolge über beide Stellungsfelder erstreckt (detaliert zur Grundfolge Engel u.a. 1999). Genuin grammatische Einschränkungen für die Stellung der Komplemente im rechten Stellungsfeld des polnischen Satzes gibt es wenige; man kann allenfalls von usuellen Tendenzen bei der linearen Anordnung der Komplemente sprechen in den Folgen, die als neutral empfunden werden.

Bezogen auf eine konkrete satzförmige Äußerung gelten für die Prinzipien der Wortstellung im Mittelfeld folgende Bedingungen:

  • sie stellen mehr oder weniger stark ausgeprägte Tendenzen dar, keine festen Stellungsregeln
  • sie sind nicht isoliert zu betrachten: eine Stellungseinheit kann mehreren Stellungsklassen gleichzeitig zugeordnet werden
  • sie können sich gegenseitig im Zusammenspiel verstärken oder in Konkurrenz zueinander treten

Neben den hier erläuterten Stellungsprinzipien sind immer auch die Intonation und die Informationsstruktur der Sätze zu berücksichtigen. Im Satz hängt die Stellung der Komplemente auch von der Stellung der Supplemente ab, die Interaktion dieser primären Komponenten wird in der Gesamtabfolge der Komplemente und Supplemente im Mittelfeld behandelt.

Stellungsklassen

Kernkomplemente

Komplemente lassen sich nach ihrem syntaktisch-semantischen Status (s. Komplemente und ihre Leitformen) in zwei Stellungsklassen einteilen :

  • Kernkomplemente: Subjekt, Akkusativ-, Dativ-, Genitiv- und Präpositivkomplement, im Polnischen kommt noch Instrumentalkomplement hinzu
  • Nicht-Kernkomplemente: Prädikativ-, Adverbial- und Verbativkomplement
Kernkomplemente (+KRN)Nicht-Kernkomplemente (–KRN)
Subjekt (Ksub): Bei dieser Katastrophe hat er seine Familie verloren. Jan poróżnił się z sąsiadami.
Akkusativkomplement (Kakk): Viele Jahre lang hat er seine Frau betrogen. Jadł w milczeniu schabowego z surówką.
Dativkomplement (Kdat): [...],weil er dem Personalchef unverantwortbare Zusagen gemacht hatte. Nie dawaj psu resztek z obiadu!
Genitivkomplement (Kgen): Wir alle gedenken seiner tiefen Menschlichkeit mit großer Verehrung. Szukam dobrego wiertła.
Präpositivkomplement (Kprp): Ich hatte zunächst über seine Antwort nicht genauer nachgedacht. No to zapytaj go o drogę.
Instrumentalkomplement (Kinstr nur poln.): Przejmowa�a się byle głupstwem.
Prädikativkomplement (Kprd): Schließlich wurde er Handballtrainer. Całe życie był abstynentem.
Adverbialkomplement (Kadv): Wir lagen vor Madagaskar. Zamieszkaliśmy w jaskini.
Verbativkomplement (Kvrb): Die Reform hat endlich zu wirken begonnen. Kazali nam przyjść jutro.


Die folgenden Beispiele zeigen die Abfolge von Kernkomplementen (+KRN) und Nicht-Kernkomplementen (–KRN) im Mittelfeld deutscher Sätze (die Satzklammerteile sind farbig, Komplemente fett markiert):

(1a) Nach ihrem Studium der Geschichte und Romanistik wurde Gisela Friedrich(+KRN) Lehrerin(–KRN). [Frankfurter Rundschau, 16.05.1997]

(1b) "Kansa" heißt auf Finnisch(+KRN) "das Volk"(–KRN) und ist das aktuelle Kunstprojekt des finnisch-deutschen Künstlerpaares Goller-Masalin aus Holzwiesen. [Rhein-Zeitung, 09.02.2008]

(2) Um kurz vor 17 Uhr standen lange Schlagen(+KRN) vor den Kassen(–KRN). [Mannheimer Morgen, 02.11.2004]

(3) Meine zwei Kinder sind schon erwachsen. Aber wenn wir sie(+KRN) einkaufen(–KRN) geschickt haben, haben wir immer nachgesehen, ob sie aufpassen. Wir haben gesagt: Auch wenn eine Ampel existiert, mußt du links, rechts, noch mal links gucken. [die tageszeitung, 02.08.1997]

Nicht-Kernkomplemente stehen i. d. R. am rechten Rand des Mittelfelds. Zu dieser Stellungsklasse zählen auch die nicht-verbalen Teile von Nominalisierungsverbgefügen (im Beispiel grün markiert), z. B.:

(4) Er hat dem Kandidaten(+KRN) kritische Fragen gestellt.

Nicht alle Realisierungsformen von Komplementklassen sind mittelfeldfähig. Satzförmige Realisierungen scheiden z. B. für die Mittelfeldstellung aus oder sind nur stark markiert möglich.

Dass dies ein Trugschluss ist, hat die einschlägige Forschung schon lange bewiesen. [Die Zeit (Online-Ausgabe), 24.01.2008]
*Die einschlägige Forschung hat, dass dies ein Trugschluss ist, schon lange bewiesen.

In unmarkierter Mittelfeldfolge stehen Kernkomplemente vor Nicht-Kernkomplementen:
+KRN » –KRN

In der Tendenz gilt das auch für die Grundfolge des polnischen Satzes. Die Stellungsfreiheit der Komplemente ist jedoch beachtlich größer als im Deutschen, vor allem wegen einer meist eindeutigen morphosyntaktischen Markierung der Komplemente. Deswegen können auch Nicht-Kernkomplemente den Kernkomplementen vorangehen, wenn a) jene kürzer sind, b) zum thematischen Bereich deutlicher tendieren, c) zuweilen auch ohne erkennbaren Grund.

Wczoraj stały przed kasami długie kolejki. = Wczoraj stały długie kolejki przed kasami.

Kernkomplemente, die (vor allem menschliche) Lebewesen bezeichnen, tendieren in unmarkierten Folgen zum linken Stellungsfeld bzw. zum linken Teil des rechten Stellungsfeldes.

Wówczas Jarek dał kocurowi kawał surowej ryby.
Wówczas dał Jarek kocurowi kawał surowej ryby
.

Andere Folgen sind auch möglich, sie bedürfen aber eines speziellen Kontextes:

Wówczas dał kawał surowej ryby kocurowi Jarek (a nie Antoni).
Wówczas dał kawał surowej ryby Jarek kocurowi (a nie nikt inny i nie Antoniemu)
.

Eine im Vergleich zum Deutschen freiere Anordnung der Komplemente gibt dem Sprecher des Polnischen große Möglichkeiten, feine pragmasemantische Bedeutungsnuancen zu signalisieren.

Die interne Abfolge innerhalb der Stellungsklasse der Kernkomplemente, d. h. nach welchem Prinzip linearisiert wird, wenn mehrere Komplemente mit verschiedenen syntaktischen Funktionen (Ksub/Kakk/Kdat/Kgen) zusammen vorkommen, lässt sich anhand der folgenden deutschen Beispiele illustrieren:

(5) Der EU-Bildungsrat beschloss in Brüssel die Auszubildenden (Kakk) den Studenten (Kdat) gleichzustellen. [Berliner Zeitung, 19.11.2005]

(6) Deshalb ordnet die alte Poetik (Ksub) das Epigramm (Kakk) der lyrischen Gattung (Kdat) zu.

(7) Carol verdächtigt ihren Nachbarn (Kakk) des Mordes (Kgen) und überzeugt ihren Gatten davon. [Mannheimer Morgen, 22.06.1998]

(8) Heute morgen gegen 9 Uhr hat er (Ksub) sich (Kakk) dem Richter (Kdat) in Frankfurt gestellt.

Da Genitiv- und Dativkomplemente im deutschen Satz nie zusammen vorkommen, bilden sie eine einzige Stellungsklasse im Deutschen. Es gilt generell folgende Regel für die Abfolge kasusbestimmter Kernkomplemente:

In sachlich-neutraler Rede stehen (kasusbestimmte) Kernkomplemente in der Reihenfolge Ksub » Kakk » Kdat/gen.

Es gibt im Polnischen eine Gruppe von Verben, bei denen Genitiv- und Dativkomplemente kookkurrieren.

Pogratulował rywalowi wygranej.
Zabraniam twojej matce i jej rodzeństwu korzystania z mojej szczoteczki do zębów.

In der Tendenz geht das Dativ- dem Genitivkomplement voran, eine Umstellung innerhalb von als unmarkiert empfundenen Folgen ist aber fast immer möglich.

Pogratulował wygranej rywalowi.
Zabraniam korzystania z mojej szczoteczki do zębów twojej matce i jej rodzeństwu.

Präpositivkomplemente tendieren in beiden Sprachen gegenüber den anderen (kasusbestimmten) Kernkomplementen dazu, weiter rechts im Mittelfeld/im rechten Stellungsfeld zu stehen:

Völlig neu ist, daß die CD (Ksub) [...] vom Briefträger (Kprp) ins Haus gebracht wird [...] [Vorarlberger Nachrichten, 27.03.1997]. Zapytaj wreszcie Mariana (Kakk) o tę brakującą część (Kprp).

Weitere Stellungsklassen

Obwohl die Reihenfolge der Komplemente in den folgenden beiden Beispielen von der oben formulierten Regel abweicht, handelt es sich in beiden Fällen dennoch um eine unmarkierte Mittelfeldfolge. In (9) werden die Komplemente teilweise durch Pronominalphrasen realisiert (vgl. auch (8)). In Beispiel (10) ist das Subjekt unbelebt:

(9) Im Streit um den Fahrpreis hat ein 29-jähriger in St. Peter einen Taxifahrer beleidigt und verprügelt [...]: Als ihm (Kdat) der Fahrer (Ksub) folgte,
schlug ihn (Kakk) der 29-Jährige (Ksub) mit der Faust (Kadv) ins Gesicht (Kadv). [Nürnberger Nachrichten, 25.10.2005]

(10) Gelingt dem smarten Rheintaler (Kdat) nun die Revanche (Ksub)? [St. Galler Tagblatt, 18.03.2008]

Als Erklärung müssen weitere Stellungsprinzipien herangezogen werden, die morphologische Realisierungsformen und die semantischen Rollen der Komplemente berücksichtigen:

Personalpronomina

Die Stellung der Komplemente im Mittelfeld des deutschen Satzes wird auch durch unterschiedliche morphologische Realisierungsformen bestimmt. Komplemente, die durch bestimmte pronominale Subklassen realisiert werden, unterscheiden sich in Bezug auf ihre Stellungsfolge von anderen Realisierungsformen, wie z. B. Nominalphrasen (das Geld) oder Pronominalphrasen mit Vertretern anderer pronominaler Subklassen (dieser, meine, jemand):

Zur gleichen Stellungsklasse gehören im Mittelfeld auch die nicht-phorischen (–phor) Verwendungsweisen der Form es (Korrelat- und fixes es), die keine Komplemente realisieren, sondern als reine Stellungseinheiten zu betrachten sind (vgl. Beispiel 13).


Die folgenden Beispiele zeigen unmarkierte Abfolgen von Personalpronomina (fett) und Nicht-Personalpronomina:

(11) […], obwohl sie (Ksub) ihm (Kdat) das Geld (Kakk) versprochen hatte.

(12) Ob sich der Beschenkte auch lieb gefreut hat, berichten wir im nächsten Jahr. Wenn es (Kakk) uns (Kdat) jemand (Ksub) verrät. [Frankfurter Rundschau, 19.12.1998]

(13) In einem ostenglischen Küstenort hat es(–phor) Fische (Kakk) geregnet. [Mannheimer Morgen, 08.08.2000]

Es hat sich (Kdat) niemand (Ksub) getraut, ihm die Wahrheit zu sagen.

Ich verstehe nicht, warum man (Ksub) uns (Kdat) das (Kakk) nicht vorher gesagt hat.

Sie hatte nur höflich gefragt, ob er (Ksub) ihr (Kdat) das Geld (Kakk) einige Tage früher zurückgeben könnte.

In sachlich neutraler Rede stehen im Deutschen wie im Polnischen Komplemente, die als Kommunikanten-Pronomen oder anaphorisches, gebundenes oder generalisierendes Personalpronomen realisiert werden, vor Komplementen mit anderen Realisierungsformen.

Im Polnischen – im Kontrast zum Deutschen – werden in Kontexten, in denen es nicht um ausdrückliche Identifizierung oder gezielte Hervorhebung der Bezugsgröße geht, Kommunikanten-Pronomina oder anaphorische, gebundene oder generalisierende Personalpronomina als Subjekte durch Flexionsmarker beim Finitum ausgedrückt.

A potem dam ci malin. (‘*und dann gebe dir Himbeeren’)
Podał im go. (‘*gab ihnen ihn’).

Pronominale Kurzformen stehen immer adjazent zum Verb, stark hervorhebende, betonte Langformen stehen nach den Kurzformen. Treffen zwei Kurzformen aufeinander, gilt das Prinzip "belebt vor unbelebt".

Długopis? Dam ci go później. (‘Kugelschreiber? *Gebe dir ihn später’)
Długopis? Dam go tobie później. (‘Kugelschreiber? *Gebe ihn dir später’)

Die Abfolge innerhalb der Stellungsklasse der Personalpronomina illustrieren folgende deutsche Beispiele:

(14) Das ist eine Geschichte für sich. Ich kann sie (Kakk) Ihnen (Kdat) nicht erzählen.

(15) Dr. Wenzel brachte mir das Manuskript. Nach Fertigstellung brachte ich (Ksub) es (Kakk) ihm (Kdat) in seine Wohnung (Kadv).

(16) Buschor mauserte sich zum Guru dieser Neuerung in Europa […]. Vor drei Jahren entsann man (Ksub) sichakk seiner (Kgen) vor den Züricher Regierungswahlen. [Die Zeit, 31.05.1996]

Auch bei der Realisierung als Personalpronomina ist im Mittelfeld (Ksub ») Kakk » Kdat/gen die typische, d. h. unmarkierte Abfolge. Dabei ist – anders als bei den nominalen Realisierungen – die Kasusform entscheidend, das Belebtheitsprinzip, das im folgenden Abschnitt erläutert wird, spielt keine Rolle.

Neben den bisher formulierten Stellungsprinzipien kann auch ein weiteres sehr allgemeines und auf verschiedenen Ebenen wirksames Prinzip beschrieben werden:

kurz >> lang

Die Wirkungsweise dieses Prinzips lässt sich im Mittelfeld anhand der Abfolge der Personalpronomina illustrieren. Es bezieht sich zum einen auf die Anzahl der Silben und zum anderen auf die Länge der Vokale pronominaler Formen: Zweisilbige Formen (alle Genitiv-Formen, Dativ-Plural/-Distanzform ihnen) stehen nach einsilbigen Formen (alle anderen Formen). Dem Prinzip kurz >> lang entspricht auch die Stellung bestimmter Realisierungsformen von Komplementen, z. B. die Nachstellung von Nominalphrasen und Präpositionalphrasen gegenüber Pronominalphrasen. Dies ist aber größtenteils auch durch die anderen Stellungsprinzipien erklärbar: Die längeren Formen entsprechen i. d. R. den weiter rechts stehenden pronominal realisierten kasusbestimmten Kernkomplementen (zweisilbilge Pronomina) und Nicht-Kernkomplementen (z. B. Präpositiv- und Adverbialkomplement).

Das Prinzip kurz >> lang wurde schon als "Gesetz der wachsenden Glieder" von Otto Behaghel (1932) beschrieben und besagt, "daß von zwei Gliedern, soweit möglich, das kürzere vorausgeht, das längere nachsteht."

Belebtheit

In den unmarkierten Mittelfeldfolgen der Beispiele (17) bis (20) weisen die Komplemente unterschiedliche semantische Rollen in Bezug auf Belebtheit (bzw. einen höheren Grad von Handlungsfähigkeit) auf. Die Träger belebter Rollen (+bel) sind handlungsfähig und stehen häufig voran, die Träger unbelebter Rollen (-bel) sind meistens nachgestellt. Tendenziell gilt das nicht nur für Lebewesen, sondern auch für (von Menschen geschaffene) Institutionen (19, 20):

(17) Das neue Streikgesetz solle den Arbeitern(+bel) das Streikrecht(–bel) nehmen und sie vom Demokratisierungsprozeß ausschließen. [die tageszeitung, 27.10.1989]

(18) Dessen Schwägerin schilderte dem Richter (+bel) den Sturz der Frau, der zu Nasenbein- und Rippenbruch führte,(–bel) anders: [...]. [Neue Kronen-Zeitung, 27.01.2000]

(19) Ich habe der Firma Radiophon(+bel) das Gerät(–bel) zurückgeschickt.

(20) (...), weil dem Parlament (+bel) der Gesetzentwurf (–bel) nicht rechtzeitig vorlag.

Sehr häufig kommt dieses Prinzip auch bei dreiwertigen Verben mit Dativ- und Akkusativkomplement wie geben, schenken, senden, überlassen, gewähren, verkaufen, leihen, wegnehmen, stehlen, entziehen, verweigern und übermitteln, mitteilen, erzählen, gestehen, berichten, schildern, vorschlagen (Mitteilungsverben) zur Geltung.

In sachlich neutraler Rede stehen Komplemente, die Träger belebter Rollen sind, vor Komplementen, die Träger unbelebter Rollen sind.
+bel » –bel

Dieselbe Regularität gilt auch im Polnischen.

Einige Beispiele für die Abfolge von nominalen Komponenten im Mittelfeld:

Ich habe dem Kunden+bel das Ersatzteil–bel zugeschickt.

Sie können heute dem Gastgeber+bel Blumen–bel auch in durchsichtigem Papier übergeben.

Schon als Medizinstudent waren Salk+bel die Ungereimtheiten der gängigen Impfstofftheorie–bel aufgefallen. [Zeit, 3.5.1985, 82]

Gesamtabfolge der Komplemente

Die grammatisch determinierte Mittelfeldfolge der Komplemente in sachlich-neutraler Rede ist in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

Die mögliche Stellung von pronominalem Kakk/dat vor nominalem Ksub ist der grafischen Klarheit zuliebe hier nicht berücksichtigt.

Für das Polnische können allenfalls einige Tendenzen genannt werden, die selten grammatisch, viel häufiger kommunikativ determiniert werden; Tendenzen, die die üblichste, häufigste, als neutral empfundene Reihenfolge der Stellungselemente (Grundfolge) der Komplemente charakterisieren. Das sind meist inhaltlich motivierte, oft ikonische Regeln (Auswahl):

  • Kurze Elemente gehen den längeren meist voran.
  • Bezeichnungen für Belebtes stehen vor Bezeichnungen für Unbelebtes.
  • Reine Kasus stehen vor Präpositionalkasus
  • Thema (datum) geht dem Rhema (novum) voran.
  • Ausgangspunkt wird tendenziell vor dem Endpunkt genannt, Stoff vor dem fertigen Produkt, etc.

Übung: Komplemente: syntaktische Funktion

Übung: Syntaktische Funktion: pronominale Abfolgen

Übung: Gesamtabfolge der Komplemente

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