Satzstrukturen als Konnekte

Hier greift Merkmal 5.


Merkmal 5Die Ausdrücke für die Argumente des Konnektors,
die Konnekte, müssen Satzstrukturen sein können.


Typischerweise ist das interne Konnekt von Subjunktoren eine Satzstruktur, und zwar ein Verbletztsatz. Es kann aber auch ein Nichtsatz sein, das Ergebnis einer subordinativ gestützten Weglassung. In den folgenden Beispielen stützt das externe Konnekt die Weglassung des Subjekts des internen Konnekts. Solche Stützungen nennen wir subordinativ.

Sie ist bei allen sehr beliebt, weil sie freundlich und unaufdringlich ist.
Sie ist bei allen sehr beliebt, weil freundlich und unaufdringlich.

Sie wirkt, obwohl sie ständig im Stress ist, völlig ruhig.
Sie wirkt, obwohl ständig im Stress, völlig ruhig.

Er ist, wenn er überhaupt erwähnt worden ist, nur ganz selten erwähnt worden.
Er ist, wenn überhaupt, nur ganz selten erwähnt worden.

Die Stützung von Weglassungen im internen Konnekt kann sogar so weit gehen, dass in der Subjunktorphrase nur der Subjunktor lautlich realisiert wird.

Dabei muß angemerkt werden, daß diese Konstellation im Sprachgebrauch sehr selten auftritt, und wenn, dann kann man, mindestens im mündlichen Sprachgebrauch, so ziemlich alle denkbaren Alternativen der Anordnung beobachten. (Altmann 1997, 70)


Die Ergebnisse von Weglassungen in Subjunktorkonstruktionen sind vor allem schriftsprachlicher Natur. Dabei sind vor allem zwei Typen zu unterscheiden:

Statt aus einer Satzstruktur können die Konnekte auch aus Adjektiv- und Partizipialphrasen bestehen: In diesem Fall liegen attributive Subjunktorkonstruktionen vor.

Für die Positionsmöglichkeiten von reduzierten Subjunktorphrasen als Konnekten von Subjunktoren gibt es unterschiedliche Präferenzen.

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Autor(en)
Eva Breindl
Bearbeiter
Elke Donalies
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